Bio next level: Perspektiven aus Forschung, Beratung und Praxis
5. und 6. Oktober 2026 in Berlin
Programm der Dialogwerkstatt
Als Ausrichterin der Dialogwerkstatt hat die Geschäftsstelle gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft* aus den Call-Einreichungen ein vielfältiges Programm (hier als PDF) für den 5. und 6. Oktober 2026 zusammengestellt. Es wird in den kommenden Wochen um weitere inhaltliche Details und Impulsgebende ergänzt.
Ablauf
| Montag, 5. Oktober 2026 | Dienstag, 6. Oktober 2026 |
|---|---|
| ab 12 Uhr Einlass | ab 8 Uhr Einlass |
| 13 Uhr Willkommen und Kennenlernen | 8:30 Uhr Willkommen an Tag 2 und Nachtfang |
| 14:30 Uhr Austausch in 4 parallelen Dialogräumen (siehe unten) | 9 Uhr Austausch in 4 parallelen Dialogräumen (siehe unten) |
| 17:30 Uhr Einblicke in Ergebnisse | 12 Uhr Einblicke in Ergebnisse & Resumée |
| 18:30 Uhr Vertiefung bei Getränken & Snacks | 13 Uhr Ausklang |
| 20 Uhr Ende Tag 1 | 14 Uhr Ende Tag 2 |
Dialogräume
In acht Dialogräumen können Sie mit anderen Teilnehmenden aktuelle Fragen zur Weiterentwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft diskutieren. Kurze Impulse werden eingangs in die Themen einführen. Ziel ist es, im Dialograum gemeinsam Klarheit über (verschiedene) Argumentationslinien zu gewinnen, Entwicklungsoptionen auszuloten und Verabredungen zu nächsten Schritten zu treffen.
Die Dialogräume werden von Teams durchgeführt: Neben den Moderatorinnen (Hosts), die durch die Dialogräume leiten, werden sie von Co-Hosts begleitet, die den jeweiligen fachlichen Rahmen abbilden und halten. Außerdem werden Praxispatinnen und -paten gestaltend dabei sein, die die Dialogräume mit vorbereitet haben.
Bei der Voranmeldung zur Dialogwerkstatt (ab sofort nur noch Warteliste möglich) können Sie Ihre bevorzugten Dialogräume auswählen. Wir bemühen uns, Ihre Wünsche bei der Planung bestmöglich zu berücksichtigen.
Montag, 5. Oktober 2026
Eine vielfältige Kulturauswahl kann das Agrarsystem klimawandeltauglicher machen, regionale Wertschöpfung stärken und Einkommen diversifizieren. Untersuchungen zu und der Anbau von Sonder- und Nischenkulturen für diesen Zweck finden bereits statt. Welche Engpässe können wir im Forschungs- wie im Transferbereich identifizieren? Und wie schaffen wir es, diese Kulturen marktfähig zu machen?
Host: Sara Preißel-Reckling, Julius Kühn-Institut | Stabstelle Ökolandbau
Co-Host: Sophie Stein, Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften | Nachwuchsforschungsgruppe Ökologische Produktionssysteme
Praxispate: Valentin Michel, Demeter Beratung
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Lavendel – eine Kultur mit Zukunft?“
Carolin Weiler, Universität Hohenheim | Zentrum Ökologischer Landbau - „Lupinen aus der Nische holen: Was Züchtungsforschung leisten kann“
Florian Haase, Julius Kühn-Institut | Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen - „Von Buchweizen bis Quinoa:
Auf Züchtungserfolge warten oder mit alten Schuhen neue Wege gehen?"
Matthias Maiwald, Ernährungsrat Brandenburg | Projekt PROWERTA - „Kichererbse und Linse in Brandenburg? Einblicke aus der Praxisforschung“
Christine Boldischar, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung | Arbeitsgruppe Ressourceneffiziente Anbausysteme
Das Bio-Recht und seine Auslegung sind vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen und Entwicklungen immer wieder in der Debatte. Weiterentwicklungsideen bestehen – doch wie kommen Forschung, Branche und Rechtsetzung hier in einen guten Austausch? Wie ist eine Vereinfachung, Flexibilisierung und Innovationsoffenheit des Bio-Rechts möglich, ohne die Bio-Grundsätze über Bord zu werfen?
Host: Henrike Rieken, zwischen_feld
Co-Host: Anke Sennewald, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat | Referat Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Praxispatin: Tanja Barbian, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Pflanzenschutz im Ökolandbau: Bietet die RNA-Interferenz eine neue Perspektive?“
Jürgen Gross, Julius Kühn-Institut | Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau - „Bio neu denken: Den Sprung ins Bodenlose wagen?“
Sarah Oberländer, Forschungsinstitut für biologischen Landbau - „Zwischen Bedarf und Paragraf – Mineralische Frühjahrsdüngung im Ökolandbau“
Insa Kühling, Universität Kiel | Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzucht
Nora Honsdorf, Thünen-Institut | Institut für Ökologischen Landbau - „Ernährung für besondere Bedürfnisse: Wie muss sich die Bio-Verordnung weiterentwickeln?“
Markus Beyer, HiPP GmbH & Co. Vertrieb KG - „Reallabore für ein flexibleres, nachhaltigeres und demokratischeres Bio-Recht“
Tilman Reinhardt, Universität Bayreuth | Fakultät für Lebenswissenschaften
Zwischen Tierwohl und Wirtschaftlichkeit stehen viele Bio-Milchviehbetriebe vor großen Herausforderungen – insbesondere der Umgang mit männlichen und überzähligen weiblichen Kälbern bedarf einer besseren Lösung. Wie gelingt es uns, auch diesen Nachwuchs im Bio-System zu halten? Welche Erfahrungen und Ideen tragen zu einer Stärkung der ökologischen Kälberaufzucht bei?
Host: Theresa Dühn, Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Co-Host: Lars Schrader, Friedrich-Loeffler-Institut | Institut für Tierschutz und Tierhaltung
Praxispatin und -pate: May-Britt Wilkens & Carsten Scheper, Ökologische Tierzucht gGmbH
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Bio-Kälber aufziehen und vermarkten: Wo liegen die Knackpunkte?“
May-Britt Wilkens, Ökologische Tierzucht gGmbH - „Weidemast von Holstein-Ochsen: Ist das ein Weg?“
Tony Krebs, Thünen-Institut | Institut für Ökologischen Landbau - „Wertschöpfungsketten für tiergerechte Kälberaufzucht: Was und wen braucht’s?
Niels Kohlschütter, Schweisfurth Stiftung
Das Programm wird zeitnah um weitere Pitches ergänzt.
In der öffentlichen Debatte wird häufig eine Unvereinbarkeit von Ökolandbau und weltweiter Ernährungssicherheit postuliert. Welchen Fragen müssen sich Öko-Sektor und -Forschung mit Blick auf Ernährungssicherung stellen? Welche Verantwortung entsteht aus weltweit vernetzten (Öko-)Märkten? Welche Potenziale bestehen für lokale Akteure? Und wie lässt sich die Debatte gewinnbringend mitgestalten?
Host: Babett Jánszky, Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Co-Host: Gerold Rahman, Thünen-Institut | Institut für Ökologischen Landbau
Praxispate: Hermann Rupp, Misereor
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Lokal vs. global: Welche Potenziale hat Bio für die Ernährungssicherheit?“
Hermann Rupp, Misereor - „Was kann die Branche zu lokal und global starken Ernährungssystemen beitragen?“
Anna-Christina Dembek, Naturland - „Agroecology in practice: Erfahrungen aus Projektkooperationen“
N.N., World Wide Fund for Nature (WWF)
Das Programm wird zeitnah um Pitches ergänzt.
Dienstag, 6. Oktober 2026
Ab 2037 müssen EU-weit alle Bio-Pflanzen auf ökologisch vermehrtem Saat- und Pflanzgut basieren. Doch für viele Kulturen fehlt bislang ausreichend Bio-Material. Besonders zu Saatgutqualität, Saatgutvermehrung, Züchtung und ökonomischen Analysen gibt es einen hohen Forschungsbedarf. Wie können wir dem Entwicklungsbedarf gemeinsam begegnen und Versorgungsengpässe vermeiden?
Host: Anke Sennewald, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat | Referat Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Co-Host: Freya Schäfer, Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Praxispate: Werner Vogt-Kaute, Naturland & Dachverband Ökologische Pflanzenzüchtung
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Ökologische Pflanzenzüchtung – Perspektiven und Probleme“
Werner Vogt-Kaute, Naturland & Dachverband Ökologische Pflanzenzüchtung - „Öko-Saatgutproduktion zwischen Praxis, Markt und Datenlücken“
Jovanka Saltzmann, Julius Kühn-Institut | Institut für Strategien und Folgenabschätzung - „Innovation in der Saatguthygiene: Wie ausgereift ist nicht-thermisches Plasma?“
Nicola Wannicke, Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie | Forschungsfeld Saatgutbehandlung und Pflanzenbau
Mit zunehmender Professionalisierung der Öko-Branche verändern sich die Anforderungen an die Lebensmittelverarbeitung. Marktkonzentration, steigende Verbrauchererwartungen und bürokratische Hürden erhöhen den Druck auf Handwerk und Industrie. Wie können sich beide zukunftsfähig weiterentwickeln, ohne die Qualitätsprinzipien der ökologischen Lebensmittelverarbeitung aus dem Blick zu verlieren?
Host: Henrike Rieken, zwischen_feld
Co-Host: Theresa Sieren, Max Rubner-Institut | Institut für pflanzliche Lebensmittel
Praxispatin: Brunhard Kehl, Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Möglichkeiten und Herausforderungen des Lebensmittelhandwerks – Wie kann ein mittelständischer Betrieb regional unterschiedlichen Rohstoffen gerecht werden?“
Felix Wasmuth, Märkisches Landbrot - „Verarbeitung und Wissenschaft – welche Forschungsfragen ergeben sich für die Zukunft der
ökologischen Lebensmittelverarbeitung?“
Brunhard Kehl, Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller
Das Programm wird zeitnah um weitere Pitches ergänzt.
Tierwohl und Tiergesundheit sowie eine tiergerechte Haltung sind zentrale Ziele des ökologischen Landbaus. Sie werden in der Praxis jedoch oft nicht flächendeckend erreicht. Ursachen wurden untersucht, Lösungsansätze entwickelt – an welchen Stellschrauben lässt sich noch drehen? Und nach vorn geschaut: Wie weit sind wir bereit zu gehen, um Tierwohl und Tiergesundheit nachhaltig zu verbessern?
Host: Theresa Dühn, Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Co-Hosts: Antje Schubbert, Friedrich-Loeffler-Institut | Institut für Tierschutz und Tierhaltung & Jan Brinkmann, Thünen-Institut | Institut für Ökologischen Landbau
Praxispate: Ulrich Schumacher, Bioland
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- Welchen Beitrag kann die Bio-Kontrolle leisten, Tierwohl und -gesundheit zu verbessern?“
Uta Golderer, Kontrollgesellschaft ökologischer Landbau mbH - „Welche Ursachen für die Tierwohl-Lücken sieht die Praxis?“
Ulrich Schumacher, Bioland - „Zwischen Theorie und Praxis: Wie steht es um die Gesundheit von Bio-Schweinen?“
Anke Zankl, vetxperts Hohenlohe | Fachtierpraxis für Schweine
Das Programm wird zeitnah um weitere Pitches ergänzt.
Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft ist eine im Grundsatz (öko)systemorientierte Bewirtschaftungsweise. In Öko-Forschung und -Praxis klaffen jedoch immer noch Lücken im Verständnis von Zusammenhängen und Wechselwirkungen, die Grundlage für stabile und resiliente Systeme sind. Wie entwickeln wir Forschung im Systemverständnis so weiter, dass sie in der Praxis (besser) wirken kann?
Host: Babett Jánszky, Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Co-Host: Gerold Rahmann, Thünen-Institut | Institut für Ökologischen Landbau
Praxispatinnen: Ann-Kathrin Bessai & Gwendolyn Manek, Verbund Ökologische Praxisforschung
Perspektiven zum Einstieg bieten folgende Pitches:
- „Die Rolle von Systemforschung für den Aufbau und die wirtschaftliche Bewertung von Agroforst-Wertschöpfungsketten“
Janika Volkamer, Universität Kassel | Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften - „Mit Systemforschung den Einsatz von Nutztieren als ‘natürliche Mitarbeiter’ im Pflanzenbau weiterentwickeln“
Jocheved Hohler, Demeter Bayern - „Leguminosen fit machen: Wie wir Anbauhemmnisse durch einen Systemansatz reduzieren“
Moritz Reckling, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung | Arbeitsgruppe Ressourceneffiziente Anbausysteme - „Mit transdisziplinärer Forschung Systemwissen voranbringen und Handlungskompetenz stärken“
Anne Droscha, Verbund Ökologische Praxisforschung
